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Virchow begründete die Zellularpathologie und so den Anfang der modernen Medizin: Jeder
Krankheitszustand des Organismus beruht auf einer krankhaften Veränderung der Zellen. Eine
Krankheit ist ein biologischer Vorgang, der die Funktion einer Zelle stört und die Struktur
einer Zelle vorübergehendd oder dauerhaft verändert.
Die Zellularpathologie löste die Humoralpathologie ab, nach der Krankheiten durch eine Störung
des Säftesystems (Blut, Schleim, Galle und Schwarzgalle) verursacht werden.
Virchow war der Ansicht,
dass der Staat die Pflicht hat, für die Gesundheit der Menschen zu sorgen. Die ärztliche
Betreuung muss für arme und reiche Menschen gleich sein.
Er hatte viele Ideen, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern:
- Krankheits- und Sterblichkeitsstatistiken erstellen
- Kanalisationen bauen, um Städte mit frischem und sauberem Wasser zu versorgen und um
Abwasser zu entsorgen
- Städtische Krankenhäusern und besonderen Kinderkrankenhäuser bauen
- Anstalten für psychisch Kranke und Epileptiker bauen
- Parks und Kinderspielplätze anlegen
- Markthallen und zentrale Vieh- und Schlachthöfe bauen
- Gesetze zur Fleischbeschau erlassen, um die Trichinose zu bekämpfen
Am Ende seines Lebens war er stolz darauf, dass Berlin durch seine Initiativen und Projekte zu
einer der gesündesten und lebenswertesten Großstädte und zu einem Vorbild für
andere Großstädte in Europa geworden war.
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