Apollonia Margarete Steiff
Leben

  • Margarete Steiff wurde am 24. Juli 1847 in Giengen an der Brenz als drittes von vier Kindern der Eheleute Maria Margarete und Friedrich Steiff geboren.
  • 1849 - Sie erkrankte an einem schwere Fieber und konnte danach ihre rechte Hand und ihre Beine nicht mehr richtig bewegen. Eine Operation brachte keiner Besserung. Die Ärzte diagnostizierten Kinderlähmung. Margarete musste einen Rollstuhl benutzen. Trotzdem verlor sie nicht ihre Lebensfreude.
  • Sie besuchte gegen den Wunsch ihrer Eltern eine Nähschule.
  • 1862 - Ihre beiden Schwestern Marie und Pauline eröffneten eine Damenschneiderei. Margarete arbeitete dort oft mit.
  • 1864 - Sie schloss ihre Lehre als Schneiderin ab.
  • 1874 - Nach dem Umbau ihres Elternhauses richtete sie sich in einem Zimmer ihre eigene kleine Schneiderei ein.
  • Von ihrem ersten selbst verdienten Geld kaufte sie sich eine eigene Nähmaschine.
  • 1977 - Sie eröffnete ein Geschäft, wo sie Filz verkaufte. Bald verkaufte sie auch selbst genähte Kleidung aus Filz.
    Weil sie die viele Arbeit nicht mehr allein machen konnte, arbeiteten bald mehrere Näherinnen für sie.
  • 1879 - In der Zeitschrift "Modenwelt" sah sie das Schnittmuster für einen kleinen Elefanten aus Stoff. Nach diesem Muster nähte sie Elefanten aus Filz, die man als Nadelkissen benutzen konnte. Sie nannte sie auf Schwäbisch "Elefäntle". Den Kunden gefielen die Elefanten gut, und sie kauften sie auch als Spielzeug für ihre Kinder.
Margarete Steiffs Elefäntle
Margarete Steiffs Elefäntle
  • 1880 - Gründung der Manufaktur Steiff.
    Ihr Bruder Fritz verkaufte das "Elefäntle" in der Stadt Heidenheim auf dem Markt.
  • 1886 - Mehr als 5.000 Elefanten waren verkauft.
    Weil der Elefant so beliebt war, entwarf Margarete neue Tiere.
  • 1890 - Ihr Bruder baute ein Wohn- und Geschäftshaus mit einem Laden im Erdgeschoss und einer behindertengerechten Wohnung im ersten Stock.
  • 1892 - Der erste illustrierte Steiff-Katalog erschien. Außer den Elefanten gab es Giraffen, Affen, Esel, Pferde, Kamele, Schweine, Hunde, Katzen, Mäuse und Hasen. Das Motto für ihre Produkte hieß: "Für Kinder ist nur das Beste gut genug".
  • 1893 - Der Verkauf der Spielwaren war bald besser als der Filzprodukte. Mit vier Mitarbeiterinnen und zehn Heimnäherinnen erreichte das Geschäft einen Umsatz von 40.000 Mark.
  • 1897 - Ihr Neffe Richard, der die Kunstgewerbeschule in Stuttgart besucht hatte, wurde Mitarbeiter. Er hatte als Student oft im Tierpark die Bären gezeichnet.

Der erste Bär PB 55
  • 1902 - Richard entwarf einen Bären. Es war weltweit der erste Bär aus Plüsch mit beweglichen Armen und Beinen. Als Material verwendete er den flauschigen und leicht zu färbenden Mohair-Plüsch. Der Bär war 55 cm groß.
  • 1903 - Ein amerikanischer Händler entdeckte den Bären auf der Leipziger Spielwarenmesse, kaufte die letzten 100 Stück und bestellte 3.000 Stück.
  • 1904 - Auf der Louisiana Purchase Exposition, der Weltausstellung in St. Louis, wurden 12.000 Bären verkauft. Dafür erhielten Margarete und Richard Steiff die Goldmedaille. Seit dann heißt der Bär "Teddybär" - benannt nach dem amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt.
  • Das Markenzeichen "Knopf im Ohr" wurde eingeführt, um Plagiate zu verhindern.
  • 1906 - Gründung der Margarete Steiff GmbH. Margarete war für die Qualitätskontrolle verantwortlich.
  • 1907 - 400 Mitarbeiter und 1.800 Heimarbeiter stellten 973.999 Teddybären und 1.700.000 Spielsachen her.
  • 9. Mai 1909 - Margarete Steiff starb an den Folgen einer Lungenentzündung.
  • 1910 - Die Firma Steiff gewann bei der Weltausstellung den Grand Prix. Das Publikum war von den Stofftieren und Stoffpuppen begeistert.
Links

>  Steiff - WebSeite des Unternehmens
>  Margarete Steiff in der Wikipedia
>  "Steiff. Das Beste ist gerade gut genug." im Manager Magazin

 

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