Clara Schumann
Leben


 

  • Clara Josephine wurde am 13. September 1819 in Leipzig als Tochter der Sopranistin Marianne Tromlitz und des Musikpädagogen Friedrich Wieck geboren.
  • 1824 - Sie erhielt von ihrem Vater Klavierunterricht und eine musikalische Ausbildung. Sie studiert Klavier, Violine, Gesang und Komposition.
  • 1829 - Sie spielte zum ersten Mal öffentlich vor einem Publikum.
  • Ihre erste Komposition "Quatre Polonaises" op. 1 wurde veröffentlicht, danach komponierte sie "Caprices en forme de Valse", "Valses romantiques", "Quatre Pièces Caractéristiques" und "Soirées Musicales".
  • 1830 - Sie gab ihr erstes Solokonzert im  > Gewandhaus  in Leipzig.
  • 1831 - Sie machte mit ihrem Vater Konzertreisen in Deutschland, Österreich und Frankreich
  • Sie spielte vor Johann Wolfgang v. Goethe und lernte Niccolò Paganini und Franz Liszt kennen und wurde schon als junge Musikerin eine gefeierte Pianistin.
  • 1838 - Sie bekam vom österreichischen Kaiser die Auszeichnung "Kaiserlich-königlichen Kammervirtuosin".
  • 1840 - Sie heiratete den Komponisten Robert Schumann, der bei ihrem Vater Klavierunterricht nahm und bei den Wiecks wohnte. Ihr Vater war damit nicht einverstanden, weil Robert keinen Beruf hatte, und hatte lange versucht, die Heirat zu verhindern.
  • 1841 - Sie veröffentlichte einen Liederzyklus, den sie zusammen mit ihrem Mann komponiert hatte.
  • Sie wurde zum ersten Mal Mutter: Tochter Marie. Sieben weitere Kinder folgten: Elise, Julie, Emil, Ludwig, Ferdinand, Eugenie und Felix.
  • Sie ging, begleitet von ihrem Mann, in vielen Ländern in Europa auf Konzertreisen. Sie spielte auch die Werke ihres Mannes, denn er konnte wegen einer Behinderung an der rechten Hand nicht mehr selbst spielen, und sie machte seine Musik in Europa bekannt.
  • 1844 - Sie wurde in Russland von der Familie des Zaren empfangen und wurde Ehrenmitglied der St. Petersburger Philharmonie-Gesellschaft.
  • 1845 - Roberts Klavierkonzert a-Moll wurde in Leipzig mit Clara als Pianistin und Ferdinand Hiller als Dirigenten uraufgeführt.
  • 1849/50 - Robert bekam das Angebot, in Düsseldorf Städtischer Musikdirektor zu werden. Die Familie zog nach Düsseldorf um.
  • 1853 - Sie lernte den Komponisten Johannes Brahms kennen.
  • 1854 - Ihr Mann litt an einer Gemütskrankheit. Nachdem er versuchte hatte, sich das Leben zu nehmen, wurde er in eine Heil- und Pflegeanstalt eingeliefert.
  • 1856 - Tod ihres Mannes Robert
  • 1857 - Umzug nach Berlin
  • 1863 - Die Familie zog nach Baden-Baden; dieser Kurort war in dieser Zeit die Sommerhauptstadt Europas.
  • 1873 - Wieder Umzug nach Berlin, die Hauptstadt des neuen Deutschen Reichs.
  • 1878 - Sie wurde zur Ersten Klavierlehrerin am neu gegründeten Hoch's Konservatorium in Frankfurt/Main berufen, wo sie Unterricht gab.
  • 1881 - Sie begann, das Gesamtwerk ihres Mannes herauszugeben.
  • 1891 - Sie musste wegen eines Gehörleidens ihre Tätigkeit als Lehrerin am Konservatorium beenden. Am 12. März gab sie ihr letztes Konzert.
  • Sie starb am 20. Mai 1896 in Frankfurt/Main.
Werke (in Auswahl)

Clara Schumann komponierte Lieder und Stücke für Klavier und Orchester. Sie vertonte Gedichte von Goethe, Kerner, Rückert, Geibel, Heine, u.a.

  • "Quatre Polonaises, Op. 1" (1828 - 30)
  • "Valses Romantiques, Op. 4" (1833)
  • "Klavierkonzert in A-Moll" (1833 - 35)
  • "Der Abendstern" (1834)
  • "Volkslied" nach H. Heine (1840)
  • "Die gute Nacht, die ich dir sage" nach F. Rueckert (1841)
  • "Liebeszauber" nach I. Geibel (1842)
  • "Lorelei" nach H. Heine) (1843)
  • "Drei Präludien und Fugen, Op. 16" (1845)
  • "Drei Romanzen für Violine und Klavier, Op. 22" (1853)
  • "Das Veilchen" nach J. W. v. Goethe (1853)
  • "Kadenzen für Beethoven: Klavierkonzert in C-Moll, Op. 37" (1868)
  • "Kadenzen für Mozart: Klavierkonzert in D-Moll" (1891)

Ihr Klavierspiel zeichnete sich aus zum einen durch technische Meisterschaft, einfühlsame Interpretation und strenge Einhaltung der kompositorischen Notierungen, zum anderen durch lyrischen Geist und Tiefe des Gefühls.

 

Links

>  Clara Schumann in der Wikipedia

 

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