Christian Hülsmeyer
Leben
  • Christian Hülsmeyer wurde am 25. Dezember 1881 in Eydelstedt in Niedersachsen als Sohn eines Zimmermanns geboren.
  • Er besuchte die Dorfschule.
  • 1896 - Er begann sein Studium am Lehrerseminar in Bremen.
    Er wollte von Beruf Lehrer werden.
  • Er interessierte sich für Physik, besonders für die Forschungen von Heinrich Hertz (1857 - 1894) über elektromagnetische Wellen .
  • Er entwickelte in seinen Experimenten die Theorie, dass elektromagnetische Wellen von metallischen Flächen zurückgeworfen werden. Er wollte ein System erfinden, um Wellen zu senden und zu empfangen, z.B. um die Position von Schiffen festzustellen.
  • 1899 - Er verließ die Schule und ging bei Siemens-Schuckert in die Lehre. Er beschäftigte sich mit der elektrischen Ausrüstung von Schiffen.

  • 1902 - Er zog nach Düsseldorf um und entwickelte dort sein System weiter.
  • Er führte mit seinem Gerät erste Versuche am Rhein durch: Er sendete vom Ufer aus Wellen auf vorbeifahrende Schiffe, die von diesen zurückgeworfen und an Land wieder empfangen wurden.
  • Er nannte seine Erfindung "Telemobiloskop": System zum Erkennen von entfernten beweglichen Gegenständen.
  • Um seine Pläne zu finanzieren, gründete er mit seinem Partner und Geldgeber Heinrich Mannheim und 5.000 Reichsmark als Startkapital die "Telemobiloskop-Gesellschaft Hülsmeyer und Mannheim". Mit dem Geld konnte er die gewünschten Geräte bauen.
  • 30.4.1904 - Er meldete seine Erfindung zum Patent an.
  • 18.5.1904 - In Köln führte er an der Hohenzollern-Brücke neugierigen Zuschauern sein Telemobiloskop vor. Das Gerät konnte elektromagnetische Wellen bis drei Kilometer auf das Wasser senden. Als ein Schiff näherkam, wurde es von den Wellen erfasst, warf die Wellen zurück, und im Gerät ertönte eine Klingel .
  • 10. Juni 1904 - Er präsentierte in Rotterdam auf Kongressen seine Erfindung und zeigte auch im Hafen den Direktoren von internationalen Schifffahrtslinien sein System. Das Interesse blieb aber gering.
  • Er verbesserte die Leistung seines Systems und plante sogar eine Entfernung von bis zu 10.000 Meter.
  • Die Zeitungen berichteten von seiner Erfindung bis in die USA.
  • Seine Idee war, mit dem Telemobiloskop die Sicherheit im Schiffsverkehr zu verbessern und Zusammenstöße zu verhindern. Doch obwohl solche Zusammenstöße oft passierten, hatten weder die Schiffbauindustrie noch die Schifffahrtsgesellschaften noch die Kriegsmarine Interesse an der Erfindung. Ein Grund war, dass sein Telemobiloskop noch nicht zuverlässig war.
  • 1907 - Er gründete in Düsseldorf eine Fabrik für Rostschutzfilter "Kessel- und Apparatebau Christian Hülsmeyer". Mit diesem Unternehmen hatte er mehr Erfolg.
  • 1934 gab die britische Regierung Gelder für die Weiterentwicklung von Hülsmeyers Erfindung.
    Robert Watson-Watt entwickelte eine Funkmesstechnik, um Flugzeuge zu orten - das spätere RADAR (Radio Detection and Ranging).
  • Er starb am 31. Januar 1957 in Ahrweiler.
Idee und Patent
 
 

Der Titel der Patentschrift Nr. 165546 vom 30.4.1904 lautet:

  • "Verfahren, um entfernte metallische Gegenstände mittels elektrischer Wellen einem Beobachter zu melden. Vorliegende Erfindung hat eine Vorrichtung zum Gegenstand, durch welche die Annäherung beziehungsweise Bewegung entfernter metallischer Gegenstände ( Schiffe, Züge oder dergleichen) mittels elektrischer Wellen einem Beobachter durch hör- oder sichtbare Signale gemeldet wird ..."

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  • Er ließ seine Erfindung in mehreren Ländern Europas und in den USA patentieren.

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