Michael Ende
Leben
 
  • Michael Ende wurde am 12.11.1929 in Garmisch als Sohn des surrealistischen Malers Edgar Ende und dessen Frau Luise geboren.
  • 1936-45 - Schulzeit
  • 1936 - Edgar Ende erhielt von den Nationalsozialisten Malverbot.
  • 1943 - Michael schrieb Gedichte und kleine Erzählungen.
  • 1944 - Alliierte Flugzeuge warfen Bomben auf München, auch das Haus von Familie Ende wurde getroffen.
  • 1945 - Er erhielt wenige Wochen vor Ende des Krieges seine Einberufung zur Wehrmacht, desertierte aber und schloss sich der Organisation "Freiheitsaktion Bayern" an.
  • 1946 - Er besuchte in Stuttgart das "Steinersche Goetheanum", eine Waldorf-Schule.
  • 1948-50 - Er besuchte die Schauspielschule "Otto-Falckenberg" in München.
  • Er arbeitete als Schauspieler, Stückeschreiber, Übersetzer, Filmkritiker und Direktor des "Volkstheaters".
  • 1958 - Er schicket das Manuskript seines Kinderbuchs "Jim Knopf und Lukas der Lokomotovführer" an mehrere Verlage, es wurde von 12 Verlagen abgelehnt. Man kritisierte die "Weltflucht" in seiner Geschichte.
  • 1960 - Endlich veröffentlichte der "Thienemann-Verlag" das Buch. Die Bilder zeichnete F.J. Tripp.
  • 1961 - Er erhielt für dieses Buch den "Deutschen Jugendliteraturpreis".
  • 1962 - Der zweite Band "Jim Knopf und die Wilde 13" erschien.
  • 1964 - Er heiratete Ingeborg Hoffmann.
  • 1971 - Er zog nach Genzano bei Rom um.
  • 1973 - Er veröffentlichte sein märchenhafter Roman "Momo oder die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte".
  • 1974 - Er erhielt für "Momo" ebenfalls den "Deutschen Jugendliteraturpreis".
  • 1976 - Er lernte die Übersetzerin Mariko Sato kennen, die in der Münchner "Internationalen Jugendbibliothek" arbeitete. Sie übersetzten gemeinsam Märchen des japanischen Schriftstellers Kenji Miyazawa.
  • 1977 - Er reiste nach Japan, erlebte dort das Kabuki- und No-Theater.
  • 1978 - Am Theater in Coburg fand die Uraufführung der Oper "Momo und die Zeitdiebe" statt. Mark Lothar komponierte die Oper, das Libretto schrieb Michael Ende. "Momo und die Zeitdiebe".
  • 1979 - Er veröffentlichte seinen Roman "Die unendliche Geschichte"
  • 1982 - Wolfgang Petersen verfilmte in den "Bavaria Filmstudios" München die "Unendliche Geschichte". Michael Ende war mit der Realisierung und der Qualität nicht zufrieden und distanzierte sich 1984 von dem Film.
  • 1985 - Er kehrte nach München zurück.
  • 1989 - Er heiratete Mariko Sato.
  • Er starb am 29.8.1995 nach langer schwerer Krankheit in Filderstadt bei Stuttgart.
  • 1998 - Die "Internationalen Jugendbibliothek" in München eröffnete das "Michael-Ende-Museum".
Werk
  • 1960 "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer"
  • 1962 "Jim Knopf und die Wilde 13"
    Jim Knopf und sein Freund Lukas erleben aufregende Abenteuer mit Kaiser und Prinzessin, Scheinriesen, Halbdrachen, Seeräubern und vielen anderen außergewöhnlichen Wesen. Eine Geschichte über Freundschaft, Mut, Einfallsreichtum und Lebensfreude.
  • 1973 "Momo"
    Die "grauer Herren" bringen immer mehr Menschen dazu, Zeit zu sparen. Tatsächlich aber betrügen sie die Menschen um diese ersparte Zeit und beherrschen allmählich die Welt. In dieser großen Not entschließt sich Meister Hora, der geheimnisvolle "Verwalter der Zeit", zum Handeln. Dazu braucht jedoch dazu die Hilfe eines Menschenkindes: Momo. Die Welt steht still, und die strubbelige kleine Heldin Momo kämpft ganz allein, mit nichts als einer Blume in der Hand und einer Schildkröte unter dem Arm, gegen die "grauen Herren" - und siegt auf wunderbare Weise.
  • 1978 mit Annegret Fuchshuber "Das Traumfresserchen"
  • 1979 "Die unendliche Geschichte
    Bastian, eine dicker Junge und "Leseratte", soll "Phantásien", das Reich der Träume, retten. Er muss schwierige Prüfungen meistern, Hindernisse überwinden, Gefahren bestehen und Kämpfe gewinnen. Er lernt zu wissen, was er will, und braucht dazu seine Phantasie.
  • 1981 mit Manfred Schlüter und Wilfried Hiller "Der Lindwurm und der Schmetterling oder Der seltsame Tausch. Ein Bilderbuch mit Noten"
  • 1982 "Das Gauklermärchen. Ein Spiel in 7 Bildern"
  • 1984 "Der Goggolori. Eine bairische Mär"
  • 1986 "Trödelmarkt der Träume. Mitternachtslieder und leise Balladen"
  • 1987 mit Reinhard Michl "Norbert Nackendick. Oder Das nackte Nashorn"
  • 1988 mit Friedrich Hechelmann "Ophelias Schattentheater"
  • 1989 "Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch"
  • 1991 mit Jindra Capek "Lenchens Geheimnis"
  • 1992 "Das Gefängnis der Freiheit. Erzählungen"
  • 1992 "Der lange Weg nach Santa Cruz"
  • 1993 "Der Rattenfänger. Eine Hamelner Totentanz. Oper in elf Bildern"
  • 1993 "Michael Endes Zettelkasten"
  • 1994 "Der Spiegel im Spiegel. Ein Labyrinth"
  • 1996 "Das kleine Lumpenkasperle"
  • 1998 "Der Niemandsgarten" - Schriften aus dem Nachlass
  • 1999 "Theaterstücke"

Seine Werke wurden in 40 Sprachen übersetzt und erreichen heute eine Weltauflage von über 20 Millionen Exemplaren.


Links

>   Michael Ende
>   Thienemann Verlag (hier sind Michael Endes Bücher erschienen)

 
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