| Marlene Dietrich |
| Leben |
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| Zitate |
| Über ihren Ehemann Rudolf Sieber: |
| "Ich liebe ihn, weil er schön war, blond, groß, klug. Er besaß alles, was ein junges Mädchen sich wünschen konnte. Er war gütig. Er war höflich und gut und gab mir das Gefühl, dass ich mich auf ihn verlassen konnte, dass ich ihm vertrauen konnte. Dieses Gefühl blieb unverändert all die Zeit, all die Jahre unserer Ehe hindurch. Wir hatten Vertrauen zueinander. Damals, als wir beide jung waren, war ein solches Gefühl sehr selten, sehr kostbar. Er war in meinen Augen ideal: jung und intelligent und vertrauenswürdig." |
| Über die Arbeit mit von Sternberg, dem sie ihren ersten großen Erfolg als Filmschauspielerin in "Der blaue Engel" verdankt: |
| "Sternberg war der Regisseur im umfassenden
Sinne des Wortes. Er dirigierte den Oberbeleuchter, den Beleuchter, den Bühnenarbeiter, die
Leute, die uns schminkten (die er hasste), die Statisten (die er liebte) und uns Schauspieler (die
er duldete). ... Außerhalb der Arbeit nahm Sternberg kein Interesse an mir. Jeden Abend fuhr ich nach Hause zu Mann und Kind oder ging Theaterspielen. Und morgens war ich pünktlich wieder im Studio. Manchmal dachte ich, der Film, den wir drehten, sei doch recht ordinär. Das scheint mir auch heute noch so. Jede Szene wurde mir vier Kameras gefilmt, die zur gleichen Zeit liefen, und ich wusste, dass sie meistens auf meine Schenkel zielten. Ich sah das ungern, aber das war so. ... In dieser Zeit lernte ich schnell sehr viel über Kamera-Einstellungen. Der Film wurde eben von Josef von Sternberg gedreht - und das war das Entscheidende. Ich war tief beeindruckt von seinem Wissen. Er zeigte mir, wie man Filme schneidet und zusammenklebt. Ich habe seine Lehren all die Jahre über behalten und werde niemals den Zauber dieser 'Lehrlingswochen' mit ihm vergessen. Jeder, der ihn kennen gelernt hat, war fasziniert. Ich aber war ihm ergeben." |
| Über ihre Entscheidung, mit Ehemann und Tochter in die USA zu gehen: |
| "Nach dem zweiten Film mit von Sternberg
ging ich nach Berlin. Mein Mann und ich hatten beschlossen, dass ich nicht mit der Sehnsucht
nach meinem Kind leben sollte und dass es besser wäre, wenn ich es mit nach Amerika nähme.
Es war wirklich seine Idee, nicht meine. ... Ich fuhr also zurück nach Deutschland, um mein
Kind zu holen. Das Studio hatte die Erwähnung meiner Mutterschaft strengstens verboten. Da
ich eine 'femme fatale' sein sollte, passte Mutterschaft nicht zu dem Bild, das Paramount verkaufen
wollte. Ich erklärte, dass ich diese Vorschrift nicht befolgen könne, und so musste von
Sternberg wieder einmal mit den Mächtigen der Paramount für mich kämpfen, damit ich
sagen durfte, dass ich ein Kind hatte. Sie [= die Tochter] liebte Amerika von Anfang an ... Sie war glücklich, sie vermisste ihre Muttersprache nicht, wie ich es tat, weil sie zu jung war, um den Verlust zu ermessen, ja nur zu bemerken." |
| Über ihre Haltung im Zweiten Weltkrieg: |
| "Nachdem der Krieg erklärt war, wurden alle Männer und Frauen mobilisiert ... Wir Schauspieler waren keine Ausnahme. Jeder, der die Fähigkeit besaß zu unterhalten, Geschichten zu erzählen, Witze zu machen, zu singen, zu tanzen, zu plaudern, wurde aufgefordert, sich in den Dienst des Landes zu stellen. Ich war eine von denen, die dieser Aufgabe gewachsen war, die reden, singen und tanzen konnte; ich konnte ein brauchbares Mitglied einer lustigen Show sein. Auch ich war fest davon überzeugt, dass unser wichtigstes Ziel die Beendigung des Krieges war und dass wir bei diesem 'Dienst des Friedens' nach Kräften helfen mussten. ... Ich fühlte mich mitverantwortlich für den Krieg, den Hitler verursacht hatte. Ich wollt mithelfen, diesen Krieg so bald wie möglich zu beenden. Das war mein einziger Wunsch." |
| Über ihren ersten Besuch in der Heimat 1960 nach Ende des Nationalsozialismus: |
| "Als ich zum ersten Mal wieder in meine Heimat kam, war ich betroffen von der Hassliebe, der ich dort begegnete. Es gab Zeitungen, die mich eine Landesverräterin nannten und mich mit den übelsten Schimpfnamen belegten. ... in einigen Städten, zum Beispiel Berlin, war der Jubel geradezu überwältigend." - "Ich ging nie wieder zurück nach Deutschland. Ich hatte mehr als genug davon, 'angespuckt' zu werden, hatte genug von den 'Demonstranten', genug von der Hassliebe. Ich sagte einmal in einem Interview, dass 'sie mir böse sind'. Erstens: weil ich nach Amerika ging. Zweitens: weil ich nach dem Krieg nicht zurückkam. Drittens: weil ich zurückkam." |
| Über ihre Wahlheimat Paris: |
| "Jetzt lebe ich in Paris, meiner geliebtesten Stadt. Wie ein Netz, das Schmetterlinge einfängt, so wirft Paris das Liebesnetz über uns alle. Wir sind willig gefangen. Das Licht, das blaue Licht allein ist genug. ... Die Faszination, die Paris uns schenkt, ist genau so schwer zu erklären wie die Liebe zwischen Mann und Frau. Winter, Frühling, Sommer und Herbst in Paris, in Frankreich sind ohnegleichen. Man kann ruhig leben in diesem Land, bis die Engel uns holen." |
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