Der Bau des Kölner Doms
  • 1880, nach 632 Jahren Bauzeit, wurde der Kölner Dom vollendet.
  • Schon in der Römerzeit kamen Christen an dem Ort, wo heute der Dom steht, zum Gottesdienst zusammen. Hinter dem Dom fand man ein großes Taufbecken. Hier wurden die Christen getauft.
  • In den letzten Jahren des 8. Jahrhunderts wurde eine neue Kirche gebaut.


Der Kölner Dom im Bau 1875

  • 1164 brachte der Kölner Erzbischof Rainald von Dassel die Reliquie der Heiligen Drei Könige nach Köln.
  • Weil man erwartete, dass viele Pilger die Kirche mit der Reliquie besuchen würden, wollte man einen neuen Dom als Wallfahrtskirche bauen.
  • Am 15. August 1248 legte Erzbischof Konrad von Hochstaden den Grundstein zum neuen Dom. Der Bauplan war von Dombaumeister Gerhard von Rile. Vorbild für den Kölner Dom waren die Kathedralen von Paris (1163), Straßburg (1196) und Amiens (1220).
Pretiosa. Zweitgrößte Glocke des Kölner Domes.   Drittgrößte Glocke des Kölner Domes.
Die Glocken "Pretiosa" und "Speciosa"
Fotos von Andreasdziewior auf Wikimedia Commons


  • 1322 wurde der Chor fertiggestellt. Danach baute man den Südturm, nach neunzig Jahren unterbrach man aber die Arbeiten bei einer Höhe von 56 Metern.
  • 1448/48 wurden die Glocken "Pretiosa" und "Speciosa" aufgehängt; sie läuten noch heute.
  • Um 1530 beendete man die Bauarbeiten. Man hatte das Interesse an gotischen Bauwerken verloren, und man wollte dafür kein Geld mehr ausgeben. Das Mittelschiff des Langhauses wurde mit einem provisorischen Dach geschlossen.
  • In den folgenden Jahrhunderten wurden die Bauarbeiten nicht fortgesetzt. 300 Jahre lang blieb der Dom ein Torso mit einem hohen Baukran am unvollendeten Südturm.
  • 1794 kamen französische Revolutionstruppen nach Köln. Der Dom wurde als Lagerraum und Pferdestall genutzt.
  • Im 19. Jahrhundert kam in der Romantik das Interesse an Geschichte, am Mittelalter und an der Gotik zurück.
  • 1814 entdeckte man die historischen Pläne für die Fassade.
  • 1841 gründeten Kölner Bürger auf eine Initiative von König Friedrich Wilhelm IV. den "Zentralen-Dombau-Verein".
  • Am 4. September 1842 legte der König den "Weiterbau-Grundstein".
  • 1880 wurde der Dom vollendet, am 15. Oktober feierte man das Ende des Baus mit einem Fest.
  • 1943 wurde der Dom durch Bomben schwer beschädigt.

Der Kölner Dom 1880 kurz vor seiner Vollendung
  • 1996 nahm die UNESCO den Dom als "Meisterwerk gotischer Architektur" in die Liste des Weltkulturerbes auf.
  • Der Name des Doms ist Sankt Peter und Maria, die Kirchenpatrone sind Simon Petrus und Maria, die Mutter Jesus'.
  • Der Dom ist die größte Kirche im gotischen Stil in Deutschland und das Wahrzeichen von Köln. Der Dom ist Sitz eines römisch-katholischen Erzbischofs und spirituelles Zentrum des religiösen Lebens der deutschen Katholiken.
Technische Daten und Fakten

Foto von FJK71 auf Wikimedia Commons
  • Basilika mit fünf Schiffen und mit Umgangschor und Kapellenkranz
  • Mittelschiff mit 119 Metern Länge und 45,19 Metern Breite; Seitenschiff mit 15,21 Metern Breite
  • Monumentale Westfassade mit zwei Türmen; sie war damals die größte Kirchenfassade
  • Nordturm mit 157,38 Metern Höhe; er war damals das höchste Bauwerk der Erde. Heute ist der Dom nach dem Ulmer Münster die zweithöchste Kirche in Deutschland und die dritthöchste der Welt.
  • 509 Stufen bis zur Turmspitze
  • 11 Glocken, die größte mit 3,22 Metern Durchmesser
  • Fenster mit 10.000 Quadratmetern Fläche
  • Chorgestühl mit 104 Sitzen; 1200 Sitzplätze, 2800 Stehplätze
  • Zwei bis drei Millionen Besucher pro Jahr
  • Baumaterialien: Sandstein aus Obernkirchen und Schlaitdorf, Trachyte aus dem Siebengebirge und vom Drachenfels, Basalt aus Londorf, Basaltlava aus der Eifel, Muschelkalk vom Main
  • Die verbaute Steinmasse wiegt ungefähr 300.000 Tonnen.
  • Die Instandhaltung kostet pro Jahr 8 Millionen Euro

Foto von Robert Breuer auf Wikimedia Commons
  • In Euro gerechnet, hätte der Dom rund 10 Milliarden Euro gekostet.
Kunstwerke des Doms
Gerokreuz
Foto von Elke Wetzig (elya)
auf Wikimedia Commons
  • Glasgemäldezyklus im Hochchor (13./14. Jhd)
  • Gerokreuz (um 970)
  • Mailänder Madonna (um 1290)
  • Dreikönigsschrein von Nikolaus von Verdun (? 1181-1220)
  • Triptychon "Altar der Stadtpatrone" von Stephan Lochner (um 1440)
  • Teppiche von Peter Paul Rubens (1640)
  • Grabmale und Skulpturen
  • Schatzkammer, u.a. mit Gräbern einer adeligen fränkischen Frau und eines Kindes und Schmuck und Waffen als Grabbeigaben (Mitte des 6. Jhd.)
Links

>   Der Kölner Dom vom Metropolitankapitel am Hohen Dom zu Köln
>   Sagen in und über den Dom
>   Kölner Dom  von der Deutschen UNESCO Kommission e.V.

 
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